Veranstaltungen
Dienstag, 24.03.2026 – 19:00 Uhr
Im Gewölbe des Alten Schlosses in Neustadt
Vortrag „Der Neustädter Superintendent Johann Christian Lerche. Leben und Karriere eines pietistischen Geistlichen im 18. Jahrhundert“
Johann Christian Lerche ist eine der schillernden Figuren aus dem engsten Vertrautenkreis August Hermann Franckes, dem Begründer des Halleschen Pietismus, einer protestantischen Strömung, die im 17. und 18. Jahrhundert auch in Franken ihre Anhänger fand, gerade im Raum Neustadt an der Aisch. Dort wirkte Johann Christian Lerche als Superintendent und Schulinspektor, nachdem er vorher eine steile Karriere im Reich und in Wien gemacht hatte. Dort war er als schwedischer Gesandtschaftsprediger tätig und versorgte auch die übrigen Protestanten, die in der kaiserlichen Residenzstadt lebten. Seine Leidenschaft galt neben der Modernisierung des Schulwesens (in Neustadt gab es die sogenannte Fürstenschule) dem unterreligiösen Diskurs mit Muslimen und Juden, mit denen er vielfältige Kontakte pflegte.
Bei einem Vortrag in den Museen im Alten Schloss spricht Prof. Dr. Andreas Flurschütz da Cruz über Lerches Person und Leben, aber auch über ein Ereignis, das seinem Wirken in Neustadt für mehrere Jahrzehnte ein jähes Ende setzte oder es zumindest stark einschränkte: das sogenannte Pietistenverbot des markgräflichen Landesherrn von 1743, das den Pietismus im Markgraftum Bayreuth unter Generalverdacht stellte und das religiöse Leben der Bevölkerung im Land zu vereinheitlichen suchte.
Der Vortrag am 24.03. beginnt um 19 Uhr im Gewölbe des Alten Schlosses. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant, bei dem es Gelegenheit für Gespräche mit dem Referenten geben wird. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Donnerstag, 16.04.2026 – 19:00 Uhr
Im Gewölbe des Alten Schlosses in Neustadt
Vortrag „Die Grafen von Höchstadt – ausgestorben aber nicht spurlos verschwunden“
Am 16.04. spricht Wolfgang Epple bei einem Vortragsabend über „Die Grafen von Höchstadt – ausgestorben aber nicht spurlos verschwunden“ und geht dabei einer spannenden Episode aus der fränkischen Geschichte auf die Spur:
Nur die beiden letzten Vertreter dieser hochadeligen Familie sind uns fassbar. Aufbauend auf ihren Besitzungen an Aurach, Aisch, Saale und Werra rückten sie durch vorteilhafte Heiraten bis in die erste Reihe der deutschen Fürsten auf. 1157 erlosch dann das Geschlecht mit dem Tod von Graf Hermann bzw. um 1190 mit dem Tod seiner Witwe. Der Vortrag verfolgt nicht nur ihre Geschichte sondern führt auch zu ihren noch heute sichtbaren Spuren in Münchaurach, Mainz und Bamberg.
Der Referent, OStR i.R. Wolfgang Epple, ist ehemaliger Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins Höchstadt und forscht seitdem zur Geschichte der Stadt und ihres Umlands. Sein Vortrag beginnt um 19 Uhr im Gewölbe des Alten Schlosses. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant, der Gelegenheit für Gespräche mit dem Referenten bietet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Dienstag, 16.06.2026 – 19:00 Uhr
Im Gewölbe des Alten Schlosses in Neustadt
Vortrag „Neues zu Peter Kolb – Biographie und Afrika-Werk in aktueller Sicht“
In den Jahren 2025 und 2026 steht ein besonderes Doppel-Jubiläum an, denn der 350. Geburtstag und 300. Todestag des bedeutenden fränkischen Astronomen und Afrika-Forschers Peter Kolb (1675-1726) fällt in diese beiden Jahre. 2025 wurde das Jubiläum bereits in Kolb’s Geburtsort Marktredwitz (Dörflas) begangen, 2026 wird es in Neustadt an der Aisch gefeiert, wo Kolb bis zu seinem Tod als Rektor der hiesigen Lateinschule wirkte. Dazu soll im Juni eine Vortragsreihe in den Museen im Alten Schloss Kolbs Leben und Wirken vorstellen.
Am 16.06. spricht als erster Referent Andreas Henkel aus Wunsiedel über „Neues zu Peter Kolb – Biographie und Afrika-Werk in aktueller Sicht“.
Seit August Wolfschmidts bekannter Broschüre (Neustadt/Aisch 1978) hat sich das Wissen über den Neustädter Lateinschulrektor und sein voluminöses Werk über die Kapkolonie und deren afrikanischen Bewohner (Caput Bonae Spei hodiernum 1719) sehr vermehrt. Der Neustädter Nachlass wurde gesichtet und erschlossen, neue Briefe von Kolb traten ans Licht, eine amerikanische Dissertation und eine Reihe Aufsätze aus jüngster Zeit befassen sich mit Kolbs Werk und Wirken. Der Referent stellt Biographie und Afrika-Werk Peter Kolbs mit Blick auf bislang unbekanntes oder unbeachtetes Material dar und informiert über die aktuelle Forschungslage.
Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Gewölbe des Alten Schlosses. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant, der Gelegenheit für Gespräche mit dem Referenten bietet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Dienstag, 23.06.2026 – 19:00 Uhr
Im Gewölbe des Alten Schlosses in Neustadt
Vortrag „Niederländische Politik und Handelsmacht am Kap der Guten Hoffnung – Vereenigde Oostindische Compagnie (VOC) und Kapkolonie zur Zeit Peter Kolbs“
Am 23.06. spricht als zweiter Referent Walter Rößler aus Wunsiedel über „Niederländische Politik und Handelsmacht am Kap der Guten Hoffnung – Vereenigde Oostindische Compagnie (VOC) und Kapkolonie zur Zeit Peter Kolbs“.
Mit Gründung der Vereinigten Ostindischen Compagnie (VOC) im Jahre 1602 entstand vor mehr als 400 Jahren der erfolgreichste europäische Konzern der frühen Neuzeit. Fast 150 Jahre lang dominierte er den Warenaustausch zwischen Europa und Asien, und selbst als er in der Folgezeit gegenüber der englischen und französischen Konkurrenz an Boden verlor, blieb er wichtiger Träger der europäischen Expansion in Asien. Die niederländische Kapkolonie bildete einen wichtigen Stützpunkt auf dem Seeweg nach Asien.
Nur mit Duldung und Unterstützung der VOC konnte Peter Kolb 1705 seine astronomischen Forschungen am Kap aufnehmen, 1711 trat er sogar direkt in ihren Dienst. Der Vortrag des Wunsiedler Kreisheimatpflegers Walter Rößler behandelt die weltumspannenden Handelsaktivitäten der VOC und die Bedeutung der Kapkolonie. Er entwirft am Beispiel von Kolbs halbjähriger Seereise auch ein anschauliches Bild von den Bedingungen der zeitgenössischen Seefahrt.
Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Gewölbe des Alten Schlosses. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant, der Gelegenheit für Gespräche mit dem Referenten bietet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Dienstag, 30.06.2026 – 19:00 Uhr
Im Gewölbe des Alten Schlosses in Neustadt
Vortrag „Wie weit ist’s zum Mond? – Peter Kolb als Mitarbeiter bedeutender astronomischer Projekte um 1700“
Am 30.06. spricht als dritter Referent Dr. Hans Gaab aus Fürth zum Thema „Wie weit ist’s zum Mond? – Peter Kolb als Mitarbeiter bedeutender astronomischer Projekte um 1700“.
Ende des 17. Jahrhunderts war die Nürnberger Sternwarte die einzige größere Sternwarte in ganz Deutschland. Ihr Gründer Georg Christoph Eimmart öffnete sie für die gesamte Bevölkerung. Und er bildete Assistenten aus, die er in Mathematik, Astronomie und Vermessungskunst schulte – Peter Kolb war einer von ihnen. Solche Kenntnisse waren u. a. unentbehrlich für die kartographische Erfassung größerer Gebiete. Peter Kolb fand aber einen Mäzen, der ein ehrgeiziges astronomisches Projekt verfolgte. Der Baron von Krosigk schickte ihn ans Kap der Guten Hoffnung. Durch gleichzeitige Observationen von Berlin und vom Kap aus sollte u.a. der Abstand des Mondes von der Erde genauer bestimmt werden.
Der durch zahlreiche Publikationen ausgewiesene Astronomiehistoriker Dr. Hans Gaab erzählt von Eimmarts Sternwarte und von Peter Kolbs Nürnberger Zeit, er stellt Krosigks Projekt vor und vergleicht Kolbs letztlich gescheiterte afrikanische Mission mit den späteren erfolgreichen Unternehmungen des französischen Astronomen Nicolas-Louis de Lacaille.
Der Vortrag beginnt um 19 Uhr im Gewölbe des Alten Schlosses. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant, der Gelegenheit für Gespräche mit dem Referenten bietet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Sonntag, 13.09.2026
Den ganzen Tag im Stadtgebiet
Am Tag des offenen Denkmals am 13.09.2026 öffnen auch in Neustadt an der Aisch und im Ortsteil Herrnneuses einige Baudenkmäler ihre Pforten und können bei freiem Eintritt besichtigt werden Das genaue Programm folgt.
Dienstag, 29.09.2026 – 19:00 Uhr
Im Gewölbe des Alten Schlosses in Neustadt
Vortrag „Die bayerische Heimat und die Volksschullehrer“
In der Geschichte des Volksschullehrerberufs spiegeln sich seit seiner Entstehung zu Beginn des 19. Jahrhunderts die politischen und sozialen Umwälzungen in dramatischer Weise wider. Die Lehrerschaft kämpfte dabei immer wieder gegen heftige Widerstände an, denn die Idee einer am Kind orientierten, emanzipatorischen Pädagogik war lange Zeit ebenso wenig konsensfähig wie die Idee vom gleichwertigen Status der Lehrämter.
Bei einem Vortragsabend zum Thema „Die bayerische Heimat und die Volksschullehrer“ in den Museen im Alten Schloss spannt Dr. Dieter Reithmeier einen Bogen vom Schulmeister, der noch keinerlei Ausbildung hatte, bis zum voll akademischen Grund- und Hauptschullehrer unserer Tage. Dabei wird nicht nur ein umfassendes Bild der Emanzipation der Lehrerschaft gegeben, sondern auch den mühsamen Kampf für gerechtere Bildungschancen für die sozial Benachteiligten aufgezeigt.
Dr. Dieter Reithmeier studierte Pädagogik, Psychologie, Romanistik und Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Nach längeren Aufenthalten in den USA und Mexiko arbeitete er von 1985 bis 1989 zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband, anschließend bis 2021 als Landesgeschäftsführer. Neben dem Verbandsmanagement galt sein besonderes Interesse stets der Geschichte des Verbandes.
Der Vortrag findet am 29.09. um 19 Uhr in den Museen im Alten Schloss statt. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant, der Gelegenheit für Gespräche mit dem Referenten bietet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Dienstag, 27.10.2026 – 19:00 Uhr
Im Gewölbe des Alten Schlosses in Neustadt
Vortrag „Eine etwas andere Welt – der katholische Aischgrund im Dritten Reich“
Am 27.10. spricht Wolfgang Epple bei einem Vortragsabend über „Eine etwas andere Welt – der katholische Aischgrund im Dritten Reich“ und blickt dabei auf die regionale Geschichte der NS-Zeit:
Miserable Wahlergebnisse der NSDAP, eine distanzierte von einer Minderheit unterdrückte Bevölkerung, die dazu noch regelmäßig durch die antikirchlichen Maßnahmen des Regimes verärgert wurde, ein geschlossen auftretender Pfarrklerus: Massenbegeisterung für das Dritte Reich kam da kaum auf. Die Entnazifizierung war hier denn auch konsequenter als anderswo. Durch das vollständig erhaltene Archiv der Lokalzeitung „Aischtalbote“, durch Zeitzeugengespräche und Fragebögen, die 1945 an alle Pfarrer verschickt wurden, stehen Informationen reichlich zur Verfügung.
Der Referent, OStR i.R. Wolfgang Epple, ist ehemaliger Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins Höchstadt und forscht seitdem zur Geschichte der Stadt und ihres Umlands. Sein Vortrag beginnt um 19 Uhr im Gewölbe des Alten Schlosses. Im Anschluss ist ein Umtrunk geplant, der Gelegenheit für Gespräche mit dem Referenten bietet. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Laufgruppe
Die Laufgruppe (Nordic Walking mit und ohne Stöcke) trifft sich jeden Mittwoch um 9 Uhr am Schützenhaus.Vorbeikommen, mitmachen und Spaß haben!
